

Am 28. und 29. August 2026 kam die dbb Landesfrauenvertretung Rheinland-Pfalz zu ihrer Sitzung in Neustadt an der Weinstraße zusammen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Sitzung war der Erfahrungs- und Informationsaustausch der Frauenvertreterinnen aus den verschiedenen Fachgewerkschaften. Besonders intensiv wurde über die Pflege von Angehörigen diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass viele Beschäftigte vor der Herausforderung stehen, berufliche Anforderungen, familiäre Verpflichtungen und die Pflege von Angehörigen miteinander zu vereinbaren. Die Teilnehmerinnen berichteten von hohen Belastungen, teils fehlendem Verständnis und unzureichenden Unterstützungsangeboten. Einigkeit bestand darin, dass es bessere Rahmenbedingungen und nachhaltige Lösungen braucht, um pflegende Angehörige zu entlasten.
Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Johanna Mieder, stellvertretende dbb Landesvorsitzende, über die aktuellen Arbeitsschwerpunkte der dbb Landesleitung. Ihre Ausführungen boten den Teilnehmerinnen einen kompakten, aber umfassenden Einblick über die zentralen Themen.
Sandra Müller, stellvertretende Landesvorsitzende der komba Rheinland-Pfalz, berichtete anschließend über den Verlauf der jüngsten Tarifverhandlungen. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung einer geschlossenen gewerkschaftlichen Interessenvertretung hervorgehoben. Ein gemeinsames Auftreten und solidarisches Handeln sind wichtige Voraussetzungen, um die Anliegen der Beschäftigten wirkungsvoll zu vertreten.
Ein besonderer Moment war der Rückblick auf den dbb Bundesfrauenkongress in Berlin. Die dort gewonnenen Impulse und die bundesweite Vernetzung haben den Teilnehmerinnen erneut vor Augen geführt, wie wichtig das gemeinsame Engagement für Gleichstellung, Frauenpolitik und faire Arbeitsbedingungen ist. Der Kongress wirkte spürbar motivierend und gab neue Energie für die kommenden Aufgaben.
Die zweitägige Sitzung in Neustadt an der Weinstraße war geprägt von einem konstruktiven Austausch, vielfältigen Erfahrungsberichten und neuen Impulsen für die weitere Arbeit. Sie unterstrich die Bedeutung einer starken Vernetzung und einer engagierten Interessenvertretung, um die Belange von Frauen im öffentlichen Dienst nachhaltig voranzubringen.